An der Hochschule für Musik in Freiburg durfte ich einen Verschlag im Eingangsbereich gestalten, der zuvor regelmäßig mit unerwünschten Graffiti versehen und immer wieder gereinigt werden musste. Ziel war es, aus dieser Problemfläche ein stimmiges, hochwertiges Gestaltungskonzept zu entwickeln.
Für das Motiv habe ich Fotografien vergangener Konzertauftritte aufgegriffen und daraus – gemeinsam mit den gewünschten Farbrichtungen – eine dynamische, zugleich elegante Komposition entwickelt. Mir gefällt dieses Projekt besonders, weil ich hier mit Farbkombinationen gearbeitet habe, die ich sonst vermutlich nicht gewählt hätte. In dieser Zusammensetzung wirken sie jedoch erstaunlich harmonisch und verleihen der Fläche eine besondere Tiefe.
Technisch war das Projekt durchaus anspruchsvoll. Die Profilleisten, die Struktur der Rolltore und vor allem die zahlreichen Löcher im Wellblech stellten mich zu Beginn vor einige Fragezeichen. Ich war mir nicht sicher, wie stark diese das Gesamtbild beeinflussen würden. Umso erfreulicher war es zu sehen, dass sie letztlich weniger Wirkung auf das fertige Motiv hatten, als ich zunächst gedacht hatte.
Gerade solche Herausforderungen packen mich in meinem Ehrgeiz. Elemente so zu integrieren, dass sie optisch zurücktreten oder nahezu verschwinden, ist für mich immer eine spannende Aufgabe.
Aus drei einzelnen Rolltoren ist am Ende ein homogenes Gesamtwerk entstanden. Viele Menschen, die täglich an diesem Ort vorbeigehen, haben mir positives Feedback gegeben – das freut mich besonders, weil Gestaltung im öffentlichen Raum genau davon lebt.
Zum Abschluss wurde das Projekt mit einer Spezialversiegelung versehen. So bleibt das Kunstwerk langfristig geschützt und eventuelle Schmierereien können rückstandslos entfernt werden.
Dieses Projekt hat mir nicht nur gestalterisch, sondern auch persönlich viel Freude bereitet.