Für die Siemens AG durfte ich in Tübingen zwei Arbeitscontainer gestalten, die sich in einem stark frequentierten Bereich der Stadt befinden – direkt gegenüber dem Campus der Hochschule. Täglich bewegen sich hier viele Menschen vorbei.
Durch ihre exponierte Lage waren die Container immer wieder Ziel unerwünschter Graffiti, die regelmäßig entfernt werden mussten. Ziel war es daher, eine Gestaltung zu entwickeln, die sowohl ästhetisch wirkt als auch langfristig zur Aufwertung des Standorts beiträgt.
Auf Grundlage der bereitgestellten Unterlagen entstand ein Konzept rund um das Thema „Smart City“ – also die Idee einer intelligent vernetzten Stadt, in der Technologie, Energie und Infrastruktur effizient zusammenspielen. Die Gestaltung greift Aspekte wie Nachhaltigkeit, erneuerbare Energien und moderne Technik auf und verbindet sie zu einem klar strukturierten Gesamtbild. Dabei wurden die Corporate-Identity-Farben von Siemens konsequent eingesetzt, sodass das Erscheinungsbild eindeutig zur Marke passt.
Technisch waren die Container mit ihren zahlreichen Vertiefungen, Türen, Rollladenkästen und Unterbrechungen durchaus anspruchsvoll. Gerade beim präzisen Abkleben geometrischer Formen war viel Sorgfalt gefragt. Gleichzeitig lag genau darin der Reiz: funktionale Bauelemente optisch zu integrieren und aus zwei nüchternen Containern ein durchgängiges Gestaltungskonzept zu entwickeln.
Trotz wechselhaftem Wetter konnte das Projekt wie geplant umgesetzt werden. Während der Arbeiten ergaben sich viele Gespräche mit Passantinnen und Passanten – ein schönes Zeichen dafür, wie stark solche Flächen im öffentlichen Raum wahrgenommen werden.
Aus zwei Containern, die zuvor eher als störend im Stadtbild galten, entstand ein ästhetisches Gesamtbild, das sich nun selbstverständlich in die Umgebung einfügt. Statt Problemfläche ist hier ein sichtbares Statement für Gestaltung und Identität entstanden.