Dieses Projekt war mal eine ganz andere Art von Auftrag. Hier ging es nicht darum, eine ruhige, elegante Fläche zu gestalten – sondern darum, schon von Weitem Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Der Überseecontainer der Lackiererei Thomas Ruf in St. Peter sollte zu einem echten Hingucker werden. Beim Transport hatte der Container einige Schäden erlitten und war stellenweise leicht korrodiert. Bevor ich überhaupt mit der Gestaltung beginnen konnte, war daher eine gründliche Vorarbeit nötig: Abschleifen, Grundieren, Versiegeln – dazu eine intensive Reinigung, da der Container bereits längere Zeit im Außenbereich stand.
Das Motiv zeigt einen verunfallten Wagen, der sofort ins Auge fällt und neugierig macht. Ziel war es, durch diese starke Bildsprache auf die Leistungen des Betriebs aufmerksam zu machen – denn Thomas Ruf bietet weit mehr als klassische Lackierarbeiten. Schadensabwicklung, Unfallinstandsetzung und Karosseriebau gehören ebenfalls zum Portfolio und sollten sichtbar kommuniziert werden.
Technisch war dieses Projekt besonders spannend. Durch die vielen Vertiefungen, Erhöhungen und das ausgeprägte Wellenprofil des Containers war es nicht einfach, Proportionen sauber umzusetzen. Gerade bei einem Motiv mit Fahrzeug und klaren Linien kann jede Welle das Bild optisch verzerren. Genau das machte die Umsetzung zu einer interessanten Herausforderung. Mein Anspruch war es, die Wellen optisch möglichst „verschwinden“ zu lassen und trotz der Struktur ein stimmiges, realistisches Gesamtbild zu erzeugen – was aus meiner Sicht sehr gut gelungen ist.
Besonders spannend war für mich auch die Zusammenarbeit mit einem professionellen Lackierbetrieb. Für große Flächen konnte ich mit Lackierpistolen arbeiten, wie sie sonst im hochprofessionellen Bereich eingesetzt werden. Das war eine neue, sehr lehrreiche Erfahrung und hat richtig Spaß gemacht.
Natürlich wurden auch die Firmenfarben, das Logo und die Website in das Konzept integriert. So entstand aus einem schlichten, grauen Container ein auffälliges Gesamtbild, das im Straßenbild sofort Aufmerksamkeit erzeugt – und sicher schon für einige erstaunte Blicke gesorgt hat.
Was dieses Projekt zusätzlich besonders gemacht hat, war das Team vor Ort. Super nette Menschen, die jeden Abend nach Feierabend neugierig vorbeikamen, um den neuesten Stand zu sehen.