
Kunstwerke · Unikate
Arbeiten zwischen Graffitimalerei und handwerklicher Gestaltung.
ALLE KUNSTWERKE
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Arbeiten auf Holz
Meine Arbeiten auf Holz beginnen lange bevor die erste Farbe aufgetragen wird. Ausgangspunkt sind zunächst eine Holzplatte und ein Entwurf. Die Konturen des späteren Werkes werden auf das Material übertragen und legen fest, welche Bereiche erhalten bleiben, ausgeschnitten oder weiter bearbeitet werden.
Für innenliegende Ausschnitte wird das Holz zunächst an den entsprechenden Stellen aufgebohrt. Anschließend werden die Formen mit der Stichsäge ausgesägt und auch die äußeren Konturen der Platte Stück für Stück in ihre endgültige Form gebracht. Aus der ursprünglich ebenen Holzplatte entsteht so bereits ein eigener Bildkörper.
Bei einigen Arbeiten geht die Bearbeitung noch weiter. Mit Stechbeiteln und anderen Holzwerkzeugen trage ich Material gezielt von der Oberfläche ab und erzeuge unterschiedliche Höhen und Vertiefungen. Dadurch entstehen Ebenen nicht nur innerhalb des späteren Motivs, sondern tatsächlich im Material selbst.



Das Material trägt das Motiv nicht nur – es wird selbst ein Teil davon.
Bevor die Platte lackiert werden kann, folgt eine intensive Oberflächenbearbeitung. Zunächst wird das Holz mit dem Exzenterschleifer grob geschliffen. Anschließend wird die Oberfläche leicht angefeuchtet, wodurch sich feine Holzfasern wieder aufrichten. In weiteren Schleifgängen mit zunehmend feinerem Schleifpapier werden Flächen, Ausschnitte und Kanten weiter ausgearbeitet, bis die gewünschte Oberfläche erreicht ist.
Erst danach erhält die Platte ihre weiße Lackierung und anschließend eine erste Klarlackschicht. Zu diesem Zeitpunkt ist vom eigentlichen Motiv noch kaum etwas zu sehen – ein großer Teil der handwerklichen Arbeit liegt aber bereits hinter dem Werk.
Darauf beginnt der Aufbau des Bildes. Farben, Flächen und Details entstehen Schicht für Schicht. Dabei endet die Gestaltung für mich bewusst nicht an der Vorderseite. Motive werden über Kanten hinweg weitergeführt, Ausschnitte und Höhenunterschiede werden mit einbezogen und die dreidimensionale Form der Platte wird Teil der Komposition.
Gerade diese Verbindung fasziniert mich an der Arbeit mit Holz. Auch in meinen Bildern arbeite ich häufig mit Ebenen, Überlagerungen und unterschiedlichen Tiefen. Auf Holz lassen sich diese Eigenschaften aus der reinen Fläche herauslösen und tatsächlich plastisch weiterführen.
Das Holz ist deshalb für mich nicht einfach nur der Untergrund eines Bildes. Seine Form, seine Kanten und die Spuren der Bearbeitung beeinflussen das fertige Werk von Anfang an.

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Kaffee · Material · Prozess
Unregelmäßige Ränder, feine Verläufe und Spuren, die sich nicht vollständig planen lassen: Bei den Coffee Works entsteht der Untergrund nicht durch klassische Farbe, sondern durch unterschiedlich stark konzentrierten Kaffee.
Die Technik hinter den Coffee Works entstand ursprünglich bei einem anderen Auftrag. Für eine alte Weltkarte wollte ich einen Hintergrund schaffen, der nicht einfach nur auf alt gemalt wirkt, sondern tatsächlich eine natürliche und unregelmäßige Oberfläche besitzt.
Dabei begann ich, mit Kaffee und Kaffeesatz aus meiner eigenen Kaffeemaschine zu experimentieren. Aus dem Kaffeesatz bereitete ich unterschiedlich stark konzentrierten Kaffee zu und trug ihn in mehreren Arbeitsgängen auf die Leinwand auf.
Zwischen den einzelnen Aufträgen lasse ich die Oberfläche vollständig trocknen. Je nach Konzentration, Menge und Verteilung entstehen dabei hellere und dunklere Bereiche, Ablagerungen, Ränder und Strukturen.

Ein Teil davon lässt sich bewusst beeinflussen, ein anderer entsteht durch das Material selbst: Der Kaffee verläuft, sammelt sich an bestimmten Stellen und verändert sich während des Trocknens. Gerade diese Mischung aus Kontrolle und Zufall macht die Oberfläche für mich interessant.
Den Vorgang wiederhole ich so lange, bis die Fläche als Untergrund für das spätere Kunstwerk funktioniert. Anschließend wird die vollständig getrocknete Oberfläche mit Klarlack überzogen. Dadurch wird der Kaffee gebunden und dauerhaft auf der Leinwand fixiert.
Aus dem ursprünglichen Experiment entwickelte sich schließlich eine eigene Technik und daraus die Coffee Works. Die entstandene Kaffeeoberfläche bleibt sichtbar und bildet die Grundlage für die weitere Komposition mit Spiegeln und anderen Elementen.

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Werkserie · Graffiti
Bei Buchstaben wirkt vieles auf den ersten Blick einfacher, als es tatsächlich ist. Gerade beim Lettering entscheidet oft eine kleine Veränderung darüber, ob eine Form funktioniert oder nicht. Proportionen, Abstände, Neigungen und Übergänge müssen zusammenpassen, damit aus einzelnen Buchstaben eine geschlossene Komposition entsteht. Jede Linie verändert den nächsten Buchstaben, jeder Zwischenraum beeinflusst das Gesamtbild. Für mich liegt genau darin der Reiz: Aus etwas Vertrautem eine eigene Formensprache zu entwickeln und Schrift so weit zu verändern, dass sie nicht nur gelesen, sondern als Bild wahrgenommen wird. Die Buchstaben geben dabei einen Rahmen vor – innerhalb dieses Rahmens beginnt die eigentliche Gestaltung.
Handgefertigt · Auf Maß
Viele meiner Arbeiten werden von speziell gefertigten Schattenfugenrahmen begleitet. Statt sie lediglich als funktionalen Abschluss zu sehen, habe ich sie auf das jeweilige Werk abgestimmt, selbst zugesägt und weiterbearbeitet.
Durch eine thermische Prägung erhielt jeder Rahmen eine individuelle Oberfläche mit eigener Struktur. So wurde aus einem funktionalen Rahmen ein handgefertigtes Element, das die Wirkung des Kunstwerks unterstützt und ihm einen besonderen Abschluss gibt.
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So lässt sich bereits vorab einschätzen, welche Größe und welches Werk im eigenen Raum am besten funktioniert.
